Aktuelles

Seestadt Aspern - ein neuer Stadtteil in Wien

Die "Seestadt Aspern"  ist ein in Bau befindlicher Stadtteil in Wien. Sie ist aktuell eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas und entsteht  auf dem ehemaligen Flughafengelände der Stadt. Bis 2028 sollen in der Seestadt mehr als 20.000 Menschen wohnen und fast genauso viele arbeiten.

Das städtebauliche Konzept der Seestadt ist auf die Durchmischung von Funktionen ausgerichtet, es soll keine reine Wohnnutzung oder Gewerbenutzung geben. Dadurch soll eine Schlafstadt vermieden und im Tagesverlauf durchgehende Belebung erzielt werden. Der Masterplan für die Seestadt wurde vom schwedischen Architekten Johannes Tovatt erstellt.2007 wurde die Umsetzung beschlossen. Wesentliche Inhalte sind die funktionale Anordnung von Nutzungen und die räumliche Ausgestaltung kleiner wie auch großer städtebaulicher Gesten zu einem urbanen Gesamtkonzept.

Seit mehreren Jahren besuche ich in unregelmäßigen Abständen diese riesige Baustelle. Sowohl die Projektgröße und die architektonischen Gestaltungen, aber auch der Mut, das "rote Wien" in zeitgenössischer und zukunftsorientierter Weise fortzuschreiben, fasziniert mich immer wieder.

Klassische fototgrafische Dokumentationen gibt es zu diesem Projekt natürlich unzählig viele. Deshalb habe ich versucht, meine persönlichen Eindrücke in meiner eigenen bildnerischen Sprache wiederzugeben - duch Verwendung eines traditionellen Gestaltungsmittels: der sogenannten Solarisation. Ich verwende dieses Verfahren im Bereich der Architektur sehr gerne, weil es Linien und Flächen stark  betont, andere Details aber eher zurücknimmt, und damit das Wesen der architektonischen Gestaltung eines Bauwerks hervorhebt. Das gefällt mir!

Hier ein kleiner Ausschnitt meiner Eindrücke.

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Frankfurt - ein paar solarisierte Eindrücke

 Im Juli 2021 wurde im Deutschen Architektur-Museum die Ausstellung zum "Europäischen Architekturfotografie-Wettbewerb" eröffnet.

Aus diesem Anlass war ich dort und habe mir vorher und am Folgetag die Stadt Frankfurt angesehen und ein paar Architekturmotive am Mainufer aufgenommen. Die entstandenen Fotografien habe ich behutsam "solarisiert", d.h. in einer Weise bearbeitet, wie sie schon in der anlogen Fotografie möglich und üblich war.

Diese Bearbeitung nehme ich bei Architekturbildern gerne vor, weil sie Linien und Formen in ihrer Wirkung verstärkt und so wesentliche Gestaltungsmerkmale eines Bauwerkes hervorhebt, ohne etwas zu verfälschen. Der Gedanke, durch Bildbearbeitung etwas auszudrücken, ist übrigens nicht neu, denn bereits 1929 hat der angesehene Soziologe Ludwig Neundörfer folgendes geschrieben:

"Die Bedeutung der modernen Photographie liegt darin, daß sie mit Hilfe technischer Mittel unserem Auge die Formwerte erschließt, die uns alltäglich umgeben“.

Die Herausforderung für den Fotografen ist es dabei, sich bereits zum Zeitpunkt der Aufnahme vorstellen zu können, wie das fertige Bild nach der Bearbeitung aussehen und wirken wird, denn nicht jedes Aufnahmergebnis ist zum Beispiel zur anschließenden Solarisation geeignet. Aber mit etwas Erfahrung bekommt man ein Auge für die Möglichkeiten und Grenzen dieser Methode.

In Frankfurt habe ich eine ganze Bildfolge zur lokalen Architektur erstellt. Hier ein kleiner Ausschnitt.

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